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Erneut ein neuer Teilnehmerrekord

Auch beim Walliseller Lauf 2015 muss man vom Wetter reden...

"Alle Jahre wieder" ist man versucht zu sagen. Was denn? Wunderbares Herbstwetter natürlich! Letztes Jahr stand an dieser Stelle, der November hätte mit dem Sommer geflirtet. Gibt es noch eine Steigerung für dieses Jahr? Nun bei den Teilnehmerzahlen gab es eine, wenngleich nur eine minime. Und die Schallgrenze von 2000 Teilnehmenden wurde auch dieses Jahr nur gestreift, aber nicht übertroffen.

Am Morgen lag noch eine Hochnebeldecke über Wallisellen, doch die Temperaturen waren schon zu diesem Zeitpunkt angenehm, für Laufsport ideal. Trotzdem hätte man natürlich auch den Kleinsten, die am Morgen als erste starteten, Sonnenschein gewünscht.

Erfolgreiches Konzept

Seit Jahren reitet der Walliseller Lauf auf einer Erfolgswelle. Der Erfolg beruht darauf, an bewährtem festzuhalten, für neues offen zu sein, aber nicht um jeden Preis immer wieder alles umzukrempeln. Das gilt auch für das Organisationskomitee, welches grosse Erfahrung mit sanfter personeller Erneuerung verbindet. Die Neuen werden gut eingeführt und perfekt integriert. Dies merkt man dem Anlass an, der unaufgeregt und zuverlässig abgewickelt wird. Dies haben wohl auch die Sponsoren gemerkt, welche diesem Anlass wohlwollend gegenüber stehen und auch gerne die Möglichkeit nutzen, die ihnen geboten wird, direkt vor Ort zu sein. Auch das Rahmenprogramm passt alljährlich, Änderungen gibt es zwar, aber was geboten wird, passt zusammen. Dauerbrenner sind die "Chlüppliseck" aus Kloten, dieses Jahr erstmals dabei die Walliseller Jugendmusik.

Floppende Neuerung

Nicht jede Neuerung schlägt ein. Der Versuch neben der offenen Viererstafette eine Zweierstafette für Schüler einzuführen, darf man getrost als Flop bezeichnen, waren doch lediglich acht Teams am Start. Das OK wird den Gründen für den Flop sicher nachgehen und je nachdem seine Konsequenzen ziehen, wie es das in der Vergangenheit immer getan. Das Format der Stafette ist sicher attraktiv. Die Viererstafetten zeigten einen packenden Wettkampf, es gab auch Teams, welche kostümiert antraten, was dem ohnehin schon farbigen Anlass noch mehr Farbe verlieh.

Für Nachwuchs ist gesorgt

Die Kategorien der Schülerinnen und Schüler sind am Walliseller Lauf traditionell gut besetzt, was auch dieses Jahr nicht anders war. Auffallend dabei, dass es eben nicht nur um Masse geht, sondern auch um Klasse. Was diese Jugendlichen an Dynamik, Eleganz und Schnelligkeit zeigen, ist teilweise schon beeindruckend. Streckenrekorde wurden zwar keine erzielt, doch liegt das wohl primär an der Qualität der bestehenden.

Walking boomt

Mittlerweile seit Jahren zeigen die Walkerinnen und Walker am Walliseller Lauf, dass es um diese Disziplin gut bestellt ist. Sie nutzen die Plattform, kämpfen zwar nicht um Ränge und Zeiten, zeigen aber, dass, wer diesen Sport seriös ausübt, sich nicht verstecken muss. Anlässe wie der Walliseller Lauf helfen sicher mit, dass die Leute, welche diesen Sport vielleicht etwas belächeln, immer weniger werden.

Herzstück Hauptkategorien

Wie das gute Wetter gilt es Jahr für Jahr hervorzuheben, dass der Start der Hauptkategorien ein Ereignis für sich ist. Wer diesen riesigen Läuferpulk am Start sieht, kann nicht anders, als beeindruckt sein. Ähnlich eindrücklich ist die Situation nach einer Runde, wenn sich dieser Pulk in eine nie enden wollende Läuferschlange verwandelt hat. Einzeln oder in kleinen Grüppchen zieht dieser Pulk an den Zuschauern vorbei, immer wieder tauchen neue Läufer auf, der Strom will nicht abreissen. Dabei ist die Strecke so lang und fordernd, dass die Letzten, welche mit dem Bewältigen ebendieser Strecke schon eine grosse Leistung zeigen, von den Spitzenläufern gar überrundet werden!

Neue Sieger

Wie immer ging am Start die Post rasend schnell ab. Wer vorne dabei sein wollte, musste sich der Pace der Spitze anpassen. Wie so oft zeigte sich, dass, wer nach einer Runde, deutlich zurück liegt, kaum mehr eine Chance kriegt, aufzuholen. Als nach einer Runde Bekele Negussie bereits mit rund 15 Sekunden Vorsprung an der Spitze auftauchte, war die Frage nach dem Sieger eigentlich bereits beantwortet. Es ging eigentlich nur noch darum, in welcher Zeit er diesen Sieg schaffen würde. Am Schluss war die Zeit praktisch identisch mit der Siegerzeit des Vorjahres, genau gesagt um Sekundenbruchteile langsamer. Da letztes Jahr die Strecke gegenüber früheren Jahren minim verlängert worden war, lassen sich die Zeiten nur noch bedingt vergleichen. Die 32:29,9 von Negussie sind als hervorragend einzustufen, sind aber sicher nicht so schnell wie der Rekord auf der ursprünglichen Strecke. Der Sieger startete dieses Jahr zwar nicht zum ersten Mal am Walliseller Lauf, stand aber zum ersten Male zuoberst auf dem Podest. Auch bei den Frauen war die oberste Stufe von einer Läuferin besetzt, welche am Walliseller Lauf noch nie dort gestanden hatte. Alexandra Schaller aus Zürich lief als 34. von 675 gestarteten Läuferinnen und Läufern der Hauptkategorien über die Ziellinie und eben als erste Frau.

Nicht nur Laufsport, ein Event!

Was wäre der Walliseller Lauf ohne sein vielfältiges kulinarisches Angebot, seine vielen Attraktionen wie das Warm up von Jazzercise, die vor Ort anwesenden Sponsoren, seiner musikalischen Untermalung durch Guggen- und Jugendmusik, den vielen begeisterten Zuschauern und immer wieder Teilnehmern, die mit eigenen Ideen den Anlass bereichern. Die farbigen Kostüme in der Kategorie Stafetten wurden schon erwähnt, aber auch Daniel Raum, der Weltrekordler im Langstreckenlauf mit gleichzeitigem Jonglieren aus Österreich, liess es sich nicht nehmen, auch dieses Jahr an den Start zu gehen und den Lauf auf dem beeindruckenden 82. Rang overall zu beenden!

Praktisch identische Spende wie letztes Jahr

Ein neuer Teilnehmerrekord muss nicht zwingend zu einem neuen Spendenrekord führen. Da spielen noch andere Umstände eine Rolle. Aber wenn der diesjährige Teilnehmerrekord (6 Läufer mehr klassiert als letztes Jahr) als eher zufällig bezeichnet werden kann, sieht es bei der Spende an die Kantonale Krebsliga ähnlich aus, einfach anders rum. Mit 32000 Franken gingen 1000 Franken weniger als letztes Jahr in den Fonds zu Gunsten krebskranker Kinder. Doch letztlich ist das einfach eine tolle Summe, die ihren Zweck längst erfüllt. Nicht zu vergessen dabei ist, dass in diesem Betrag eine 5000fränkige Spende der Gemeinde Wallisellen inbegriffen ist. Gemeindepräsident Bernhard Krismer, welcher den Startschuss für die Hauptkategorien abfeuerte, betonte dann auch, dass den Walliseller Lauf mit seinem guten Zweck zu unterstützen, für die Gemeinde Wallisellen nichts als naheliegend sei. Wie immer wird der Betrag verwendet, um für Krebs betroffene Kinder ein Ferienlager zu organisieren. Monika Burkhalter von der Zürcher Krebsliga nahm den symbolischen Scheck freudig entgegen und dankte allen, die in irgendeiner Form ermöglicht haben, diese Spende zu ermöglichen, im Namen ihrer Organisation.

Karl Schlumpf - Anzeiger von Wallisellen

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