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Herrliches Wetter, super Stimmung - Läuferherz, was willst du mehr?

(Bericht Anzeiger von Wallisellen, 8. November 2001 / Ivan Schuler)

Bei herbstlichen Wetter fand am letzten Sonntag, dem 4. November 2001, der 9. Walliseller Lauf zugunsten krebskranker Kinder statt. Einmal mehr wurde auf dem Areal des Hallen- und Freibades einiges geboten.

Die ersten LäuferInnen und ZuschauerInnen, die bereits um 10.00 Uhr auf dem Hallen- und Freibadgelände eintrafen, wurden von einer für diese Jahreszeit typischen Nebelschicht empfangen. Das frische Wetter war eine Ideale Bedingung, um die letzte Müdigkeit aus den Knochen zu vertreiben. Wem dies noch nicht genügte, der konnte mit Kaffee und Kuchen nachhelfen.

Punkt 11.00 Uhr fiel der erste Startschuss in den Kategorien Schülerinnen und Schüler. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen zeigten, trotz der frischen Wetterlage, eine hervorragende Leistung. Lina Miglar aus Wallisellen (Kategorie F7) verbesserte ihren eigenen Streckenrekord auf der 1.95 km langen Strecke, den sie letztes Jahr aufgestellt hatte um rund zehn Sekunden auf 6.53 Min. Patrick Schneider aus Mosnang (M7), Gregor Lendenmann (M8) aus Rüti und Tanja Frei (F8) aus Adliswil vervollständigen die Siegerliste der Kategorien Schüler und Schülerinnen.

Kaum waren die letzten der Erstgestarteten Kategorien im Ziel, fiel um 11.20 Uhr bereits der nächste Startschuss. Dieses Mal schickte der "Startknall" die Männer und Frauen der offenen Kategorien auf die 3.9 km lange Strecke. In zwischen hat der Nebel das Feld geräumt und der Sonne Platz gemacht. Reto Ciresa aus Kaltbrunn und Petra Bisang aus Wallisellen hiessen die Sieger dieses Feldes. Beide verbesserten dabei die alten Streckenrekorde, welche aus den Jahren 1998 (M6) bzw. 1999 (F6) stammen.

75 Teilnehmer und Teilnehmerinnen machten sich dann auf eine 6.7 km lange Strecke. In der Kategorie "Walking" stand vor allem der Spass an der Bewegung in freier Natur im Vordergrund.

Während einige "Walker" noch auf der Strecke waren, durften sich nun auch die Läufer und Läuferinnen der Kategorie "Sie & Er" an den Start stellen. Susanne Konrad und Reto Ciresa bewältigten die Total 7.8 km am schnellsten. Dabei fiel eine weitere Bestmarke, die aus dem Jahr 1998 stammt. Eine Spitzenleistung, wenn man bedenkt, dass Reto Ciresa rund eine Stunde vorher bereits in der Kategorie "Männer offen" eine neue Bestmarke erzielt hat.

Rund 500 Läufer und Läuferinnen starteten um 13.00 Uhr in den Hauptkategorien auf die 9.5 km lange Strecke. Die Bedingungen waren der Traum eines jeden Läufers: Angenehme Temperaturen und der strahlende Sonnenschein liessen den einen oder anderen die Strapazen und körperlichen Anstrengungen vergessen. Für die erst 16 jährige Deborah Büttel aus Riehen und für Christian Zwicky aus Gockhausen schien die Wetterlage ideal, sie liessen die gesamte Konkurrenz hinter sich und durften sich als Nachfolger von Thomas Benz, der zuvor den Walliseller Lauf drei Mal gewonnen hat und Inhaber des Streckenrekords bleibt, und Sabine Fischer feiern lassen. Festzuhalten ist dabei aber noch, dass die beiden Vorjahressieger dieses Jahr nicht gestartet sind.

Am Schluss durften dann noch die Jüngsten ran. Dabei nahm jedes Kind seinen Vater oder seine Mutter an der Hand, um in der neu eingeführten Kategorie "Vater/Mutter/Kind" allen zu zeigen, dass niemand zu klein ist, um dem Laufsport zu frönen. Den Beteiligten schien es sichtlich Spass zu machen und auch das Publikum hatte Freude an den "Mini-Fischers und Buchers".

Die insgesamt 997 Läufer und Läuferinnen die am diesjährigen Walliseller Lauf teilnahmen wurden im Start-/Zielgelände von einem fantastischen Publikum angefeuert. Ausserdem wurden sie von der Band "Clover Leaf" und der Guggenmusik "Chlüppliseck", welche am Rebberg aufspielten, unterstützt. Überhaupt sah man auf dem Hallen- und Freibadareal nur zufriedene Gesichter. Ob nun das wunderbare Wetter, Zauberer Peppino, die zahlreichen Ballöne oder das umfangreiche Angebot der Wirtschaft den Besuchern ein Lächeln auf das Gesicht zauberte sei dahingestellt. Klar ist auf jeden Fall, dass die Atmosphäre phänomenal war. Dies fand auch Walter Scheibli, der diesjährige prominente Gast. Sprecher Mike Spiewok hat in ihm sogar einen potentiellen Teilnehmer in der Kategorie "Walking" gefunden. Mal sehen, ob der Name des berühmten Radiosportreporters im nächsten Jahr auf der Teilnehmerliste zu finden ist.

Bleibt nun nur noch zu hoffen, dass am 23. November 2001 bei der Checkübergabe im Sportplausch Wider eine stattliche Summe auf das Konto der Krebsliga des Kantons Zürich überwiesen werden kann. Wie jedes Jahr wird mit dem Erlös des Walliseller Laufs ein Ferienlager für krebskranke Kinder organisiert. Die Checkübergabe findet an oben erwähntem Datum um 18.30 statt. Der Gastgeber offeriert einen Apero und gewährt jedem Besucher 20% Rabatt auf alle Laufartikel. 10% der Einnahmen, die an diesem Abend zusammenkommen, spendet Sportplausch Wider ebenfalls zugunsten krebskranker Kinder.

Am Ende eines solchen Tages bleiben einem viele, ausschliesslich positive Erinnerungen und die Vorfreude auf das nächste Jahr. Man kann sicher sein, dass Stefan Cescutti, sein Organisationskomitee, rund 90 Helfer und Helferinnen und die Sponsoren es wieder schaffen werden, den Teilnehmern und Besuchern einen unvergesslichen Tag zu bescheren. Selbst Petrus scheint ein Fan des Walliseller Laufes zu sein. In den letzten neun Jahren regnete es bisher nur einmal. In diesem Sinne: Bis zum Jahr 2002, bei strahlendem Sonnenschein!

wallisellen glatt rivella