Ein Volksfest trotz Herbstwetter

(Bericht Anzeiger von Wallisellen, 11. November 2004 / Ivan Schuler)

1435 Läufer und Läuferinnen nahmen an der 12. Austragung des Walliseller Laufes zu Gunsten krebskranker Kinder teil und sorgten damit für einen neuen Teilnehmerrekord. Trotz des nasskalten Wetters wurde damit der letztjährige Rekord um gut 200 Teilnehmer/-innen überboten.

Pünktlich auf den ersten Startschuss hörte es auf zu regnen und während des Laufes zeigte sich sogar die Sonne teilweise am Himmel. Die tiefen Temperaturen und die sehr hohe Luftfeuchtigkeit, die den ganzen Tag vorherrschten, kann man allerdings nicht unbedingt als ideale Lauf-Bedingungen bezeichnen. Gerade deswegen ist es erstaunlich, dass trotzdem ein neuer Teilnehmerrekord erzielt werden konnte.

Um 11.00 Uhr hallte der erste Startschuss über den Gemeindehausplatz und schickte die 243 Schüler und Schülerinnen auf die 1.95 km lange Strecke. Romario Gassmann (M8), Jonas Raess (M9), Selina Büchel (F8) und Annika Vetterli (F9) trafen in ihren Kategorien als erste im Ziel ein.

In den offenen Kategorien, die um 11.20 Uhr auf die Laufstrecke geschickt wurden, siegten Vorjahressieger Reto Ciresa und bei den Frauen Sabine Hegetschweiler-Ifanger. Dass die Walking-Disziplin zu einem festen Bestanteil des Laufes geworden ist, bewiesen die 80 Männer und Frauen, die sich um 11.50 Uhr aufmachten, um eine 6.7 km lange Strecke zu erlaufen. Sie wurden vom Publikum genauso frenetisch angefeuert wie die schnelleren Kollegen und Kolleginnen.

Christine Kaiser und Oliver Rubén gehörten zu den 20 Päärchen, die zwanzig Minuten nach den Walkern ihr Pensum in Angriff nahmen und am Ende ihre Kontrahenten hinter sich liessen. In der Kategorie 'Sie und er' läuft jedes Teammitglied zwei Mal eine Runde von 1.95 km, wobei die beiden sich jeweils abwechseln.

Die Kategorie, die um 13.00 Uhr am Start stand gilt seit Jahren als eine der beliebtesten beim Publikum. Auch in diesem Jahr eroberten die die kleinsten Teilnehmer, die zusammen mit ihren erwachsenen Begleitern eine Distanz von 1.64 km zu bewältigen hatten, die Herzen der Zuschauer. Der siebenjährige Fabio Valsangiacomo (VMK1) und der fünfjährige Gian-Lucca Tassone (VMK2) waren mit ihren Begleitern am schnellsten im Ziel. Es bewiesen jedoch alle 97 Kinder einmal mehr, dass die Kleinsten langsam aber sicher den Hauptkategorien den Rang als Lauf-Höhepunkt abjagen.

Oliver Rubén braucht man unterdessen niemandem mehr vorzustellen. Neben dem Sieg in der Kategorie 'Sie und Er' entschied er auch die Hauptkategorie über 9.5 km für sich. Bei den Frauen erreichte Sarah Schütz als erste das Ziel. Insgesamt nahmen in den Hauptkategorien 733 Läufer und Läuferinnen teil und wurden um 13.30 Uhr von den beiden Olympia-Bronzemedaillen-Gewinnern Sven Riedener und Stefan Kobel auf die zwei Runden á 4.75 km geschickt.

Kaum war die letzte Person im Ziel, fiel bereits wieder der erste Regentropfen und man konnte sich im Organisationskomitee um Präsident Stefan Cescutti einmal mehr über das Wetterglück, das während des Laufes herrschte, freuen. Trotz des wieder einsetzenden Regens blieb die Stimmung im Zielgelände gut. Damit die Kälte keine Chance hatte in die Knochen der Anwesenden einzudringen, versorgte man sich mit Glühwein, Penne, Marronis, Pizza und vielem mehr.

Im zwölften Jahr zeigte sich einmal mehr, dass der Walliseller Lauf zu Gunsten krebskranker Kinder, der vom Turnverein Wallisellen organisiert wird, zu einem festen Bestandteil geworden ist. Der Anlass wächst von Jahr zu Jahr und begeistert immer mehr Personen, ob diese nun mitmachen oder als Zuschauer dabei sind.

Am meisten freuen wird's die krebskranken Kinder und Jugendliche, die im nächsten Jahr einmal mehr ein tolles Lager veranstalten können, dass durch die 1435 Läufer/-innen und durch die zahlreichen Zuschauer/-innen finanziert wird.

In den letzten 12 Jahren trotzte der Walliseller Lauf allen Widrigkeiten und man kann sicher sein, dass die Unglückszahl 13 am 6. November 2005 nichts zu melden haben wird.