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19. Walliseller Krebslauf ein Riesenerfolg

Goldener Herbstsonntag beschert Teilnehmerrekord

(Bericht Anzeiger von Wallisellen / Karl Schlumpf)

Dem Walliseller Lauf des vergangenen Sonntags kann man eigentlich nur in Superlativen gerecht werden. Ein Föhnsonntag sorgte für regelrechtes Altweibersommerwetter, was natürlich speziell viele Aktive und Zuschauer an diesen Anlass lockte. Zudem sind Wärme und Sonne eine gute Voraussetzung für eine tolle Stimmung, welche allenthalben zu spüren war. Packende Läufe bei zum Teil riesigen Feldern bildeten das sportliche Herzstück. Abgerundet wurde das Ganze durch eine perfekte Organisation. Da verwundert es nicht, dass ein Spendenrekord an die Krebsliga die Folge war!

Eine defekte Türe hätte alles ruinieren können! Fieberhaft versuchten Helfer und Hauswart am Morgen die Türe, durch welche die Läufer in die Mehrzweckhalle einlaufen, aufzukriegen. Bereits war der Pikettdienst eines Schlüsselservices alarmiert, als es dann doch noch klappte und einer Durchführung nichts mehr im Weg stand.

Dreikäsehochs laufen sich in die Herzen des Publikums

Als die ersten Läuferinnen und Läufer des Tages auf die Strecke gingen - die Kleinsten der Kategorie Vater-/Mutter-Kind - war von diesem Missgeschick nichts mehr zu spüren und die zum Teil wirklich niedlichen Kleinen liessen die zahlreich erschienenen Zuschauer alles andere als kalt. Die Stimmung im Start-/Zielgelände war deshalb alsgleich bestens. Selbst bei den ganz kleinen wird bereits richtiger Laufsport geboten und durchaus taktisch gelaufen. So siegte bei den Allerkleinsten nicht etwa die Paarung, welche nach der ersten Runde geführt hatte, sondern mit Timon Lang aus Samstagern ein Läufer, welcher auf der zweiten Streckenhälfte mit seinem Vater noch zulegen konnte.

Ein Riesentalent bei den Schülerinnen

Die vier verschiedenen Teilnehmerfelder der Schülerkategorien (grosse und kleine Mädchen, bzw. Knaben) wurden von Schulpflegepräsidentin Anita Bruggmann auf die Strecke geschickt. Es ist beeindruckend, wie diese jungen Läuferinnen und vor allem Läufer loslegen wie die Feuerwehr. Man konnte meinen, es gehe um einen Sprint, dabei ist die zurückzulegende Strecke in diesen Kategorien mit 1.95km durchaus ein Happen. Die Streckenrekorde in den Schülerkategorien wurden deutlich verfehlt, doch liegt das nicht an den teilweise tollen Leistungen der diesjährigen Sieger, sondern daran, dass die Qualität dieser Rekorde hervorragend ist. Der Rekord der Schülerinnen könnte in den nächsten beiden Jahren jedoch Gefahr laufen, gebrochen zu werden, wenn die diesjährige Siegerin, Jasmin Giger aus Schönengrund, wieder in Wallisellen antritt. Sie ist erst zwölf und liess alle 15-jährigen Mitkonkurrentinnen hinter sich! Dabei verfehlte sie den Streckenrekord um rund 13 Sekunden, doch schon nächstes Jahr könnte das anders aussehen.

Starts Schlag auf Schlag

Für die Zuschauer läuft am Walliseller Lauf ständig etwas. Nach den Schülern waren Walkerinnen und Walker, sowohl Classic als auch Nordic, an der Reihe, schon vor den Schülerkategorien lieferten sich Stafettengruppen ein packendes Rennen, wobei klein und gross bunt gemixt über die Strecke flitzte. Leider hatten sich in dieser Kategorie nur 11 Gruppen angemeldet. Schade! "Männer und Frauen offen" folgten den Walkern und waren zeitweise gleichzeitig mit diesen unterwegs, wobei nicht wenige der Läufer wohl staunten, mit welchem Tempo "gewalkt" werden kann.

Was für ein Feld bei den Hauptkategorien!

Speaker Mike Spiewok, wechselte sich dieses Jahr mit der Moderatorin von Televista 8304, Denise Stutz, ab. Damit paarte sich Fachkompetenz mit Moderationserfahrung und die Zuschauer wurden erfrischend und allzeit professionell durch den Anlass geführt. Unter anderem meinte Spiewok ironisch, der gleichzeitig mit dem Walliseller Lauf stattfindende New York Marathon sei keine wirkliche Konkurrenz für diesen. Wenn man aber dem riesigen Läuferfeld der Hauptkategorien beim Start zuschaute, konnte man dem nur beipflichten. Es ist wirklich beeindruckend, zu welch stattlichem Laufanlass sich der Walliseller Lauf in den vergangenen Jahren gemausert hat. Dieses riesige Läuferfeld, das sich beim Start auf die Walliseller Strassen ergoss, liess bereits vermuten, was sich später bestätigte: Die Austragung 2011 erzielte einen neuen Teilnehmerrekord!

Ein neuer Sieger

Schon bei Halbzeit des Laufs hatte sich der spätere Sieger, der erst 20-jährige Maximilian Schwetz aus Zürich, entscheidend von seinen Konkurrenten abgesetzt. Er erschien mit grossem Vorsprung und klatschte dem ihn anfeuernden Publikum locker zu. Auf der zweiten Runde verwaltete er den Vorsprung souverän. Der Vorjahressieger, Lutz Körner aus Zürich, machte zwar noch etwas Boden gut, konnte den Newcomer aber nie wirklich gefährden. Dahinter lief Christian Zwicky, ein altbekannter früherer Sieger, souverän auf den dritten Platz. Bei den Damen fehlte die Dominatorin der letzten Austragungen, Maja Gautschi aus Grüt. Das machte sich die Lokalmatadorin Lina Miglar zunutze und dominierte ihrerseits die Konkurrenz fast nach Belieben.

Interessantes Projekt

Nach dem Lauf wurde den Zuschauern das Projekt "Run for Kids" vorgestellt. Der Walliseller Reto Hunziker, welcher den diesjährigen Krebslauf auf dem 107. Rang beendet hatte, hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, dem Lauf des Rheins von der Quelle bis zur Mündung laufend zu folgen. Das sind nicht weniger als 1333km! Diese Distanz will Hunziker in 35 Tagesetappen von ungefährer Marathondistanz aufteilen. Dazwischen sind sieben Ruhetage eingeplant. Dieses Projekt soll Mitte Juni 2012 gestartet werden. Hunziker verkauft nun die Kilometer dieses Laufs für Fr. 13.33 pro Kilometer und spendet den Erlös dem Walliseller Lauf! Bei der Austragung 2012 soll dieses Geld überwiesen werden. Unter www.1333km.ch ist mehr über dieses spannende Projekt zu erfahren. Und spenden können alle.

Rekordbetrag durch Gemeinde noch aufgerundet!

Auch dieses Jahr fand die Checkübergabe an die Krebsliga bereits am Lauf statt. Natürlich ist die genaue Abrechnung noch nicht erstellt, doch überschlagsmässig konnte bereits errechnet werden, dass der Zürcherischen Krebsliga dieses Jahr nicht weniger als 32000.- Franken überwiesen werden können. Rekord auch dies! Rolf Huck von der Krebsliga nahm den Check dankend entgegen und sagte, dass er sich bereits auf den Jubiläumslauf 2012 freue. Er hatte einige Jugendliche, welche am diesjährigen Ferienlager für Krebs betroffene Kinder der Krebsliga teilgenommen hatten, mitgenommen. Einer der Jugendlichen ist gar am diesjährigen Lauf gestartet. Und Matthias erzählte, stellvertretend für alle, einige Müsterchen aus dem diesjährigen Lager. Danach erklärte eine vom Lauf begeisterte Gemeinderätin (Kaiserwetter, tolle Stimmung, motivierte Läufer), Linda Camenisch, welche den Startschuss für die Hauptkategorien gegeben hatte, dass die Gemeinde Wallisellen den Betrag des OK auf Fr. 35000.- aufrunden würde. Eine schöne Geste der politischen Gemeinde, welche dem Anliegen des Walliseller Laufs schon immer positiv gegenüber gestanden hat.

Preisverlosung als Abschluss

Als Novum des diesjährigen Laufs kam es am Schluss des Anlasses zu einer Preisverlosung, an der alle teilnehmenden Läuferinnen und Läufer mit ihrer Startnummer automatisch teilnahmen. Diese Idee stammt von einem der Patronatssponsoren, local.ch, welcher gleich auch die beiden Hauptpreise, zwei Mountainbikes stiftete. Dies zeigt, dass die Zusammenarbeit mit den Sponsoren durchaus kreativ sein kann, vieles ist möglich. Der Sponsor soll nicht einfach zahlen, vielmehr kann er sich mit kreativen Ideen einbringen. Die Ziehung der Startnummern verlief allerdings relativ harzig. Viele waren schon gegangen und bei allen Preisen waren die Erstgezogenen gar nicht mehr vor Ort. Das führte dazu, dass der zweite, dritte oder gar erst vierte den Zuschlag erhielt.

Und jetzt das Jubiläum

2012 heisst es dann zum 20ten Male Walliseller Krebslauf. Eigentlich kommt dieses Jubiläum ein Jahr zu spät, denn die äusseren Bedingungen können nicht besser sein als dieses Jahr und es wird schwer sein, den diesjährigen Anlass zu toppen. Andererseits macht einen nur schon das beschriebene Projekt "Run for Kids" neugierig und dem umtriebigen OK ist zuzutrauen, dass es im nächsten Jahr etwas ganz Besonderes aus dem Hut zaubern wird. Auf der anderen Seite wird auf Bewährtes kaum verzichtet werden. So braucht man kein Prophet zu sein, um vorherzusagen, dass die Guggemusig Chlüppliseck aus Kloten 2012 zum 20ten mal ihre schaurig lauten Klänge am Rebberg erschallen lassen wird.

wallisellen glatt rivella